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Der Engelsdorfer - ein Engel unter den Verlagen?
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Nachdem ich mit großen Verlagen und Zuschussverlagen schlechte Erfahrungen sammeln musste und sich einige Newcomer an mich wendeten, was man denn tun könnte, um ein literarisches Werk auf dem hart umkämpften Buchmarkt zu veröffentlichen, gründete ich im Jahre 2001 - in der damals noch selbständigen Stadt Engelsdorf bei Leipzig - den Engelsdorfer Verlag. Kurz darauf wurde Engelsdorf zur Stadt Leipzig zwangseingemeindet.
Was als Einmann-Unternehmung begann, hat mittlerweile eine große Tradition. Mit derzeit vier Angestellten und der Auslastung von Druckereien, Buchbindereien und Lektorat- und Schreibbüros, wurden weit über 2.000 Bücher veröffentlicht und jährlich kommen an die 500 neue Titel hinzu. Mehr als 1.200 Autoren aus aller Welt haben Verlagsverträge mit dem Engelsdorfer Verlag abgeschlossen. Die Liste der Genres reicht von Romanen, Thrillern, Krimis, Kinderbüchern und romanhaften Biografien bis zu Lyrik, Prosa und Kunst- und wissenschaftlichen Büchern. Im Jahr 2008 wird die Lyrikbibliothek geschaffen, in der zukünftig Werke ihren Platz finden, in deren Mittelpunkt Sprache und Wort stehen. Die Besonderheit des Engelsdorfer Verlages begründet sich vor allem auf den unterschiedlichen Herstellungsverfahren im Buchdruck. Vordergründig ist es ein herkömmlicher Verlag - mit all den Anforderungen, die ein Verlag zu erfüllen hat. Drucktechnisch werden die Bücher im Digitaldruck oder im Offsetdruck - je nach Auflagen-Bedarf - hergestellt. Somit können auch kleinste Auflagen gemeistert werden. Im Mittelpunkt stand und steht dabei stets die intensive Betreuung unserer Autoren sowie eine anständige Kommunikation und Beratung, um ordentliche und ansehnliche Bücher auf den Markt zu bringen. Die Inhaus-Lösung Digitaldruck mit der absolut bedarfsgerechten Herstellungsschiene sorgt dafür, dass Autoren- und Verlagsrisiko - angesichts des sehr unterschiedlich reagierenden Marktes - Richtung Nullpunkt sinken. So werden für unsere Autoren Mehraufwendungen in Form von Zeit und Geld vermieden, die Veröffentlichungsquote jedoch ist sehr hoch. Häufig hört oder liest man etwas über den digitalen Buchdruck. Was verbirgt sich dahinter? Nachdem die technischen Grundlagen für schwarz-weißen und farbigen Digitaldruck, für sinnvolle Archivierung und integrierte Paperbackbindung geschaffen wurden, waren die Voraussetzungen geschaffen, Bücher nicht nur im Offsetdruck in Großauflagen, sondern auch in Kleinstauflagen im Digitaldruck herzustellen. Auf dem Markt existieren sehr viele Dienstleister. Was jedoch oft fehlt, sind die Leistungen eines klassischen Verlages kombiniert mit dem Digitaldruck. Aus diesem Grund wurde der Engelsdorfer Verlag gegründet, so dass nicht nur die Verbindung zum Verzeichnis lieferbarer Bücher VLB (schließt ISBN-Nummern mit ein) und damit zum Börsenverein geschaffen wurde, sondern auch die zu den Buchläden und Buchhändlern, die im Allgemeinen vom VLB die Buch-Listen beziehen, und auch die zum Internetvermarkter Amazon. Digitaldruck greift dort, wo der Offsetdrucker unwirtschaftlich arbeiten muss. Als sinnvolle Auflagen dieser Druckvariante sieht man heute 1 bis 1.000 Exemplare an. Bei einigen Büchern nutzt der Engelsdorfer Verlag natürlich das klassische Offsetdruckverfahren. Wurde vor einigen Jahren noch häufig über die Qualität digital gedruckter Bücher und Umschläge "gemeckert", so besteht heute kein Grund mehr dazu, wenn auf hochwertigen und gut gewarteten Maschinen vom Fachpersonal Bücher hergestellt werden. Seit der deutsche Markt vor allem von elektronischen Medien überschwemmt wurde, ist die Kaufkraft in Sachen Bücher deutlich zurückgegangen. Durch unsere Herstellungsvarianten gelingt es jedoch, auch spezielle Literatur für eine kleine Leserschaft anzubieten und letztlich den Neulingen unter den Schriftstellern einen preiswerten Einstieg in das Buchgeschäft zu verschaffen. Deutlich zugenommen hat der Vertrieb von Büchern über das Internet. Selbstverständlich zählt auch bei uns der Slogan: "Von nichts kommt nichts." Schriftsteller sollten keinesfalls annehmen, dass sich ihr Werk ganz von allein verkauft oder dass sie gar durch eine Veröffentlichung berühmt sind. Jeder muss sich seinen Namen selbst erarbeiten. Wir vom Engelsdorfer Verlag helfen dabei, organisierten Werbeaktionen, Vorstellungen auf Messen und in den Medien, so dass dieses Ziel erreicht wird. Jedoch kann von einem Verleger, der bemüht ist, Kleinstauflagen zu publizieren, nicht verlangt werden, dass er mit einem Marketingbudget arbeitet, das Bestsellerverlage zur Verfügung steht, die in ihren Konzernen oft von den Medien, über etliche Verlage, bis hin zum Ladengeschäft aktiv sind. Dies sei am Rande erwähnt. Kleinstauflagen dürfen qualitativ nicht hinter Bestsellern herlaufen. Ein Buch ist nur so gut wie sein Lektor. Mein Verlag vermittelt auf Anforderung den Autoren Lektoren, die deren Werke kostengünstig lektorieren. Natürlich hat der Verkauf der Bücher höchste Priorität. Wir gingen für unsere Autoren Verträge mit vielen Internethändlern und Barsortimentlern ein, lassen unsere Internetseite von Profis verwalten, um eine hohe Internetpräsenz zu erreichen, verschickten Verlagsprogramme an Händler und präsentierten uns aussagekräftig auf der Leipziger Buchmesse. Ausgewählte Werke werden über kostenintensive Pressemitteilungen - die der Verlag bezahlt - bei tausenden Medienagenturen vorgestellt. Die Zukunft wendet sich auch im Buchbereich der digitalen Strecke zu. Scheinbar noch in den Kinderschuhen wird das eBook schon bald einen festen Platz auf dem Markt gefunden haben. Die Herstellung von eBooks in den Formaten epub, Mobipocket und als PDF kann Bestandteil einer Veröffentlichung im Engelsdorfer Verlag sein. Tino Hemmann im November 2009 |